Sportarten


Welche Art von Sport man mit seinem Hund macht, bleibt jedem selber überlassen und hängt nicht zuletzt davon ab, was Hund und Halter Spaß macht.
Ist Clickern eine Sportart?
Ich weiß es nicht, auf jeden Fall ist es eine sinnvolle Beschäftigung und Kopfarbeit für den Hund.
Näher bin ich darauf ja schon bei „Hilfsmittel“ eingegangen.

 

Rally Obedience

 

Rally Obedience erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Anfangs von mir belächelt, haben Marley und ich jetzt richtig Spaß an dieser Sportart.

Im RO geht es wie im Agility darum, einen Parcour fehlerfrei abzuarbeiten. Die Zeit ist dabei zweitrangig. Die Aufgaben sind dabei den jeweiligen Klassen (Beginner bis Klasse 3) angepasst. Zudem gibt es eine Seniorklasse, sodass auch ältere Hunde diesen Sport gut ausüben können. 

Die Übungen beinhalten die Basics wie "Sitz", "Platz", aber auch Sprünge, Distanzkontrolle oder die Drehung um die eigene Achse.

 

mehr Informationen:

 



Dummyarbeit:
Die Dummyarbeit wird vornehmlich mit Retrievern gemacht. Sie dient als artgerechte Beschäftigung für Hunde, die nicht jagdlich geführt werden, oder aber als Vorbereitung für die jagdliche Arbeit.
Dummys sind (meistens) 500 g schwere Stoffsäckchen (evtl. auch mit Fell umnäht), die der Hund zum Besitzer bringen (= apportieren) muss.
Später wird dann auch mit toten Tieren bzw. Tierattrappen gearbeitet.
Gearbeitet wird vorwiegend mit der Pfeife und Handzeichen.
Die Dummyarbeit unterteilt sich in drei Grundelemente, die als Bausteine dienen.

1. Markierung: 


Bei der Markierung sieht der Hund den Dummy fallen, hat also die Möglichkeit sich die Fallstelle zu merken. Je nach Witterung, Gelände und Distanz kann der Hund gezielt oder mit Hilfe der Nase ,an der Nähe der Fallstelle suchend, den Dummy finden.
Wichtig hierbei ist die Steadiness.
Der Hund soll also erst auf das Kommando des Halters hin zum Dummy rennen und ihn apportieren. Rennt er vorher los, ist das ein Fehler und unerwünscht.
Kommt er dann mit dem Dummy wieder, muss er korrekt vorsitzen und den Dummy so lange in der Schnauze behalten, bis der Halter ihm das Kommando zur Abgabe gibt.
(Das ist übrigens Satchmos Paradedisziplin.)

2. Einweisen:

Beim Einweisen weiß nur der Halter, wo der Dummy zu finden ist.
Er schickt mit Pfiffen und Handbewegungen seinen Hund zum Dummy.
Wichtig dabei ist, dass die Kommandos (Voran, Seit, Back) top sitzen und auch auf Distanz abrufbar sind.

 

3.Suche:

Die Suche macht Satch am meisten Spaß.
Wie man schon vermutet bei dem Namen „Suche“ müssen hier die Hunde die Dummys, ohne Einfluss des Besitzers, in einem abgesteckten Gebiet suchen. Wichtig hierbei ist, dass die Hunde die Dummys nicht tauschen, also einen Dummy für den anderen fallen lassen, den sie gerade entdeckt haben.
Sie müssen zuerst den einen Dummy zum Besitzer bringen, um dann erneut in die Suche geschickt zu werden.

 

Bücher:

  • Anke Bogaerts: Die Drei Charaktere
  • Viviane Theby: Dummytraining Schritt für Schritt
  • Norma Zvolsky: Die Kosmos-Retrieverschule

Treibball:

Treibball eignet sich besonders als Ersatzhandlung für Hütehunde.
Wie der Name schon sagt, müssen sie dabei einen großen Ball treiben.
Dabei gibt es verschiedene Aufgaben mit diesem Ball zu bewältigen, beispielsweise das Umrunden, das Treiben des Balls in ein Tor oder auch das Zusammentreiben mehrerer Bälle.
Genauso wie beim Dummytraining müssen auch hier die Kommandos („steh“, „links“, „rechts“, „voran“, „platz“ etc.) in großer Entfernung vom Hund durchgeführt werden.
Ein weiterer Schwierigkeitsgrad entsteht, wenn der Hund den Ball z.B. um Hindernisse herumtreiben soll.

Flyball:

Für Flyball braucht man 4 Hürden und eine Flugballmaschine.
Der Hund muss über die vier Hürden hin zur Maschine springen, sie betätigen, den Ball fangen und über die vier Hürden wieder zurück. 
Und dies alles möglichst schnell, da die Zeit zählt, und ohne Fehlerpunkte, die es gibt, wenn beispielsweise die Maschine nicht betätigt wurde. 

  • Thomas Ahlers : Flyball

Agility:

Agility kann man sich ähnlich wie ein Hindernisparcour für Pferde vorstellen.
Nur, dass der Mensch nicht auf dem Hund reitet, sondern ihn mit Kommandos und seiner Körpersprache durch den Parcour lenkt.
Agility stärkt somit die Bindung zwischen Mensch und Hund und bietet eine willkommene Abwechslung zum Alltag.
Ziel ist es ohne Fehler und in der schnellsten Zeit durch das Ziel zu kommen.
Der Parcour kann aus folgenden Hindernissen bestehen:


*Reifen
*Tunnel (Sacktunnel/fester Tunnel)
*Slalom
*Tisch
*A-Wand
*Steg
*Wippe
*Hürden
*Weitsprung

Wichtig bei Agility ist, dass der Hund körperlich fit ist.
Bei großen Hunden empfiehlt sich unbedingt sie auf HD und ED röntgen zu lassen, bevor man Agility aktiv ausübt.

  • Viviane Theby: Agility: Sport und Spaß für Mensch und Hund
  • Patrick Holden: Agility-Schritt für Schritt
  • Alexandra Roth: Agility - Vom Junghund zur Leistungsklasse
  • DVD: Agility - denk&renn

Obedience („Gehorsam“) :

Obedience ist eigentlich grob das, was man allgemein unter der Unterordnung versteht.
Die Übungen müssen perfekt, freudig und schnell ausgeführt werden, ansonsten gibt es Punktabzug.
Es ist ein Sport, den jeder Hund, egal welchen Alters oder Größe mit seinem Hundehalter ausüben kann.
Die Übungen bestehen zum einen aus den Anforderungen, wie sie in der BH auch gefordert werden ( z.B. Sitz aus der Bewegung, Fuß gehen). Zum anderen gehören aber auch der Apport, die Suche, das Vorausschicken und die Kontrolle auf Distanz sowie noch viele andere Teilaufgaben zum Obedience dazu.
Nach unserem Clickerkurs, werden wir evtl. in diese Sportart einmal reinschnüffeln.
Ich werde berichten.

  • Imke Niewöhner: Obedience-Training Schritt für Schritt
     

Fährtenarbeit

Bei der Fährtenarbeit nimmt der Hund das, für ihn, wichtigste und beste Organ zur Hilfe: die Nase.
Somit kann man damit die Hunde prima auslasten und das Gute daran ist, dass man nicht wirklich Zubehör braucht.
Man legt dem Hunde eine Fährte und er muss genau den, vom Menschen, gegangen Weg abgehen und das gefundene Objekt entweder verweisen oder aufnehmen. Den Weg findet er durch die Bodenverletzungen der menschlichen Füße, die einen besonderen Geruch freisetzen.  

  • Viviane Theby: Schnüffelstunde
  • Anne Lill Kvam: Spurensuche.: Nasenarbeit Schritt für Schritt
  • Dorothee Schneider: Fährtentraining Schritt für Schritt

Nasenarbeit bietet sich an, wenn man den Hund schnell geistig erschöpfen will.
Auf dem Spaziergang, im Garten oder im Wohnzimmer kann man schnell ein Leckerlie oder auch Spielzeug verstecken und es wird dem Hund tierischen Spaß machen, sie werden sehen.

DogDance

Beim DogDance erarbeiten Hund und Halter eine gemeinsame Choreographie mit Musik, die sich aus verschiedenen Kunststücken zusammensetzt.
Ich lerne mit meinen Hunden einige Tricks, aber diese, wirkungsvoll und mit der passenden Musik untermalt, zu vereinen, gelingt mir nicht.
Wenn man es kann, sieht es echt klasse aus und zeigt die Einheit zwischen Mensch und Hund.

  • Denise Nardelli: Dogdance: Vom ersten Schritt bis zur kompletten Choreographie
  • Viviane Theby:  .... darf ich bitten?
  • Micaela Köppel: Dogdance: Der kreative Hundesport
  • Beate Lambrecht: DogDancing: Vom Trick zum  Tanz.

Longieren

 

Auch das Longieren ist aus dem Pferdesport übernommen.

Hier wird ein Kreis mit Absperrband (z.B.) abgesteckt, den der Hund nicht betreten darf, er muss immer außerhalb des Bandes laufen. Am Anfang führt man den Hund mit der Leine um den Kreis herum und bringt ihm bei, außerhalb zu bleiben.

Dann macht man dies ohne Leine, fängt an sich langsam in die Mitte zu bewegen und dem Hund nun von dort Kommandos zu geben.

Es eignet sich also hervorragend, um Befehle auf Distanz zu üben bzw. zu festigen.

Als Abwechslung können aber auch Hindernisse und Ähnliches aufgebaut werden, die der Hund meistern muss auf seiner jeweiligen Runde.

 


Fahrrad fahren/Joggen/Walken :

Diese drei Arten von Sport mit Hund sind eigentlich nur für die körperliche Auslastung geeignet. 
Satchmo macht es null Spaß einfach nur am Rad nebenher zu laufen, er braucht etwas für den Kopf.
Von daher sollte man sich nicht wundern, wenn manche Hunde immer mehr Auslastung in Form von laufen "fordern". Sie bauen ja mit der Zeit Kondition auf
Wichtig ist also, bei all dem Radfahren, Joggen und Walken die geistige Auslastung  des Hundes nicht zu unterschätzen oder gar ganz zu vergessen.

 

Mantrailing

 

Diese Sportart ist ein Bereich der Rettungshundearbeit, die aber auch privat oft angeboten wird. Hierbei muss der Hund einen bestimmen Menschen finden, dessen Geruch er am Anfang der Suche vorgelegt bekommt. Am Anfang fängt man mit geruchsintensiven Gegenständen an wie ein Unterhemd, nachher reicht dann aber auch ein Autoschlüssel des Gesuchten. Für Hunde ist Mantrailing sehr anstrengend, da sie konzentriert mit der Nase arbeiten müssen und alle Gerüchte so aussondieren, dass sie sie genau zu dem einen, gesuchten Menschen führen.

Das ist auch der Unterschied zu der herkömmlichen Rettungshundearbeit, der Flächen-/Trümmersuche, wo der Hund einfach nur Menschen in der Umgebung sucht, aber keinen bestimmten.

 

Zielobjektsuche

 

Der Hund wird auf einen bestimmen Gegenstand konditioniert und lernt, sich vor diesen Gegenstand zu legen und ihn nicht mehr aus den Augen zu lassen, bis der Hundeführer kommt. Dabei hat jeder Gegenstand einen eigenen Befehl, sodass der Hund später auch zwischen diversen, vorher konditionierten, Gegenständen genau unterscheiden muss, welchen er jetzt suchen soll. Der Gegenstand, bzw. später die Gegenstände, wird/werden dabei in einem "Trümmerfeld" versteckt.