
Seitdem ich denken kann, wünschte ich mir einen Hund.
Bettelte, weinte und flehte meine Eltern jahrelang an, aber sie waren unerbittlich.
Kurz vor meinem 18. Geburtstag kam dann die Idee, dass ich mir ein Pferd anschaffe.
Stall gesucht, Finanzierung geklärt und mein Vater stand hinter mir.
Meine Mutter meinte dann auf einmal, dass sie dann doch lieber einen Hund erlauben würde, und nach einigen Diskussionen war dann wohl auch mein Vater dafür.
An einem Freitag sagten sie es mir und, natürlich, war unser Internet kaputt, sodass ich schnell zu Bekannten hochflitzte und deren Internet auf der Suche nach einem Hund benutzte. Meine Mutter und ich waren uns einige, dass wir keinen Welpen möchten, über die Rasse...ja, da machte ich mir nicht wirklich Gedanken. Wichtig war in dem Moment nur: Ich darf endlich einen Hund haben.
Als ich im DHD24 schaute, fand ich in unserer Nähe nur Satchmo (damals noch Tyson) und Labrrador-Welpen.
Mein Vater war für die Welpen.
Ich rief bei beiden an und wir vereinbarten einen Besuchstermin.
Zu Satchmo fuhren wir noch am selben Abend, um ihn uns anzuschauen.
Meiner Mutter war da schon klar, dass ich nicht mehr ohne diesen Hund dort weggehe.
Wir kamen also bei der Familie an und eine Frau, die mir gleich Satch in die Hand drückte, öffnete die Tür und meinte: "Geh mal ne Runde!" Er lief gleich mit mir mit und nach einer Minute wusste ich, genau DER ist meiner. Als wir wieder zurückgingen hörte ich die Frau zu meiner Mutter sagen: "Naja, der macht aber Möbel kaputt!".
Meine Hoffnungen schwanden.
Außerdem war er voller Schuppen,laut Vorbesitzern hatte er sich in Zucker gewälzt. *wersglaubt*
Meine Ma fragte dann aber weiter, ob er Spielzeug und so habe...die Antwort: " Nein, macht er alles kaputt, auch an die Kinderspielzeuge geht er ran!"
Mir war das alles egal, ich wollte diesen Hund und gut ist.
Also handelten meine Eltern noch mit dem Preis, und wir vereinbarten, dass wir Satchmo am Samstag morgen um neun Uhr abholen können.
Gesagt, getan, ihr könnt euch vorstellen, wie schlecht ich geschlafen habe die Nacht.
Als wir da ankamen sprang Satch auch gleich ins Auto, ohne ein Blick zurück.
Zubehör hatten sie nicht für Satch, dass einzige war ein kleines blaues Halsband.
Was dann kam, wünsche ich keinem.
Drohung vom "Züchter" den Hund mit Gewalt wegzuholen, Ärger mit der Vorbesitzerin und das alles an meinem 18. Geburtstag,
Näher möchte ich darauf nicht eingehen, es war eine schreckliche Zeit und ließ die Freude über meinen ersten Hund ein wenig verblassen.
Abschließend möchte ich sagen,
dass es garantiert nicht vorbildhaft ist, wie ich zu meinen Satch kam:
Keine große Ahnung von der Rasse und vom Hundekauf an sich.
Trotzdem würde ich, wenn ich wieder in der damaligen Situation wäre, alles genauso machen, da Satch einfach MEIN Hund ist.